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CSD Rostock eröffnet seine Kulturwoche

Mit einem Gedenken für die homo- und transsexuellen Opfer des Nationalsozialismus startete der Christopher Street Day Rostock e.V. am Montag in seine Veranstaltungsreihe zum CSD. Am KZ Denkmal am Rosengarten sprach für den Verein Max Rentner, der in seiner Rede auch auf die viel zu späte öffentliche Aufarbeitung der Verbrechen einging. Das Gedenken gehört als Start der Kulturwoche inzwischen fest zur Tradition. Im Anschluss lud der Verein zum offiziellen Empfang ins Foyer des Rathauses, um dort offiziell die Kulturwochen zum CSD einzuläuten und vor dem Rathaus die Regenbogenflaggen zu hissen. Das Programm der Kulturwoche sei so umfangreich wie nie, betont Andy Szabó, Vorsitzender des Vereins. Auch durch die Unterstützung nahestehender Vereine könne der Community ein buntes Angebot an Veranstaltungen geboten werden. Thematisch werde es in diesem Jahr historisch. Anlässlich der 50. Jährung der sogenannten Stonewall Aufstände in New York wolle auch der Rostocker Verein auf die Geschichte der Bewegung und deren Bedeutung heute hinweisen. Angesichts wieder zunehmender Gewalt gegen Minderheiten nehme sich der Verein zum Anlass über vergangene Kämpfe und Erfolge der Community zu sprechen. Zu den weiteren Highlights der Reihe gehören unter anderem die Andacht in der St. Marienkirche am 19. Juli und der Christopher Street Day selbst, am darauffolgenden Samstag. Bei der großen Demonstration werden erneut einige Tausend Menschen erwartet, die den Demonstrationswagen durch die Rostocker Innenstadt sowie erstmals wieder durch die KTV folgen werden. Unter dem Motto „Remember Stonewall – Stolz trotzt Vorurteil“ startet die Demonstration am 20.07. um 14:30 vom Neuen Markt. Die Abschlusskundgebung mit buntem Musikprogramm findet ab 17:30 ebenfalls vor dem Rathaus statt. Der Sprecher des Vereins, Max Rentner, gibt sich zuversichtlich: „Wir haben die Route in diesem Jahr deutlich verlängert, um der Menge an Menschen auch den Rahmen zu geben, lange demonstrieren zu können. Wir freuen uns auch besonders, in diesem besonderen Jahr endlich wieder durch die KTV zu ziehen.“ Um 23 Uhr darf dann offiziell zur Aftershowparty im Peter-Weiß-Haus gefeiert werden. Für den reibungslosen Ablauf des Tages sucht der Verein noch helfende Hände. Freiwillige können sich sehr gerne unter info@csdrostock.de melden.